Wassertrensen


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Der Klassiker der Gebisse: Wassertrense


Die gebräuchlichste und älteste Form der Gebisse im Reitsport ist wohl die Wassertrense. Sie wird beim englischen Reiten genauso benutzt wie beim Westernreiten. Kaum ein Freizeitreiter, der ohne sie auskommt, wenn er nicht eingeschworener Verfechter der gebisslosen Zäumung ist. Die Wirkung der Wassertrense beschränkt sich auf den Zug im Maul und hat keinerlei Hebelwirkung. Die Zügelhilfen lösen bei der Wassertrense den Druck auf die Zunge aus. Auch wenn die Wassertrense einen eher harmlosen Eindruck macht, so kann auch sie bei unsachgemäßer Zügelführung zu Verletzungen im Pferdemaul führen. Vor allem das einseitige Reißen an den Zügeln kann dazu führen, dass die Trense quer durchs Maul gezogen wird. Es ist auf sehr guten Sitz der Ringe zu achten, da es immer wieder vorkommt, dass Pferde sich die Maulecken zwischen Ring und Endstück der Wassertrense einklemmen, was sehr schmerzhaft für die empfindlichen Lefzen ist. Abhilfe können hier Gebissscheiben für Wassertrensen schaffen. Auch darf das Gebiss nicht so locker gezäumt sein, dass es unter die Zunge rutschen kann.

Wassertrensen gibt es in verschiedenen Stärken, die zum einen unterschiedlich stark wirken können, aber auch der jeweiligen Anatomie des Pferdes entgegenkommen. Der Durchmesser sollte immer so gewählt werden, dass das Pferd zufrieden auf der Trense kauen kann und sich nicht durch das Gebiss gestört fühlt. Dünnere Wassertrensen sind in ihre Wirkung etwas schärfer als dickere Gebisse, da mehr Zug auf die jeweiligen Druckpunkte ausgeübt wird.

Wie funktioniert die Wassertrense?


Die Wassertrense besteht aus dem inneren Mundstück und je einem beweglichen Ring an den Außenseiten, an denen die Zügel befestigt werden. Sie werden aus unterschiedlichen Materialien wie Kupfer, Eisen oder Edelstahl angeboten. Oder sie sind mit einer Legierung überzogen. Eisen- und Kupfer Wassertrensen regen den Speichelfluss des Pferdes an und werden deshalb gern angenommen. Wassertrensen aus Edelstahl sind äußerst unempfindlich, langlebig und pflegeleicht. Aus Sicherheitsgründen sollte auf hohle Gebisse verzichtet werden und auf Vollmetall zurückgegriffen werden.

Das innere Mundstück ist entweder einmal oder zweimal gebrochen. Bei den doppelt gebrochenen Wassertrensen ist das Mittelteil kürzer als die beiden Außenteile. Die Mittelteile sehen oft unterschiedlich aus, so gibt es abgerundete Formen aber auch Plättchen. Flache Mittelteile üben mehr punktuellen Druck auf die Zungenmitte aus, als abgerundete Teile. Um das Kauen der Pferde zu fördern werden doppelt gebrochene Wassertrensen auch gern mit einem beweglichen Mittelteil ausgestattet, einem sogenannten Zungenspieler. Die Wirkung ist allerdings von Pferd zu Pferd unterschiedlich.

Es gibt auch dreifach gebrochene Wassertrensen, die man beim Westernreiten öfter sieht. Sie passen sich der Zungenform weicher an und lassen der Zunge mehr Spielraum. Sie verlieren aber nicht an Wirkung, da Westerngebisse ohnehin meistens etwas dünner sind.
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