Reithelm Sicherheitsstandards

Reithelm: kein Reiter sollte darauf verzichten

Jeder Reiter sollte ihn haben und auch nutzen: Den Reithelm.

Reithelm YR8 Charles Owen

Wie schnell kann es passieren, dass sich das Pferd erschrickt und man aus dem Sattel fällt. Oder man reitet im Gelände und die Äste hängen weit herunter, ja auch hier tut ein Reithelm gute Dienste.

Zum einen schützt ein Reithelm beim Sturz den Kopf vor Kopfverletzungen, zum anderen schützt er aber auch vor herabhängenden Ästen, die durch den Reithelm nicht so einfach ans Gesicht herankommen und schon gleich gar nicht die Möglichkeit haben, sich in den Haaren des Reiters zu verhängen.

Wer schon mal ohne Helm im Gelände war und Äste abbekommen hat, weiß sicherlich wovon wir sprechen.

 

Reithelm: worauf sollte man achten?

Wussten Sie schon, dass es eine Norm gibt, die Richtlinien darüber enthält, wie ein Reithelm beschaffen sein muss?

Bis Ende 2014 war das die Norm EN 1384. Diese Norm galt europaweit.

Reithelm Hersteller müssen sich bei der Produktion der Helme auch an diese Norm halten. Das heißt aber nicht, dass man die bereits hergestellten Helme mit der Norm EN 1384 nicht verkaufen und nutzen darf, nur dürfen eben ab Verabschiedung dieser Norm keine Reithelme mehr nach dieser Norm EN 1384 hergestellt werden.

Die Reithelm Hersteller müssen sich bei der Herstellung der Reithelme dann an die neue, überarbeitete Norm halten.

Aktuell (Stand 05/2016) gilt nun die Norm VG1. Nach den Vorgaben dieser Norm müssen sich also aktuell die Hersteller von Reithelmen halten.

 

Neue Reithelm Norm: neue Sicherheitsstandards

Reithelm Premiere

Doch was hat sich nun tatsächlich geändert von der alten zur neuen Norm?

Natürlich wurden hier die Sicherheitsstandards auf den aktuellen Stand der Technik gebracht.

Geprüft werden nach der neuen Norm zusätzlich zu den Sicherheitsstandards, die bisher auch schon geprüft wurden, Dinge wie:

Weiterhin sind die Reithelme nach der neuen Norm 4-5mm dicker mit Kunststoff ausgeschäumt. Je nachdem ob dies nach außen oder innen umgesetzt wird, wirken die Helme entweder wuchtiger oder werden eben innen enger, so dass man wahrscheinlich zu einer Nummer größer greifen muss.

 

Reithelm: CE Kennzeichen: was ist das nun wieder?

Charles Owen Vielseitigkeit

Die CE Kennzeichnung ist zwingend notwendig. Sie ist, wer hätte das gedacht, ein Verwaltungszeichen und bestätigt, dass ein Produkt (wie z.B. der Reithelm) den geltenden Vorschriften entspricht.

Ohne dieses Verwaltungszeichen dürfen Produkte, die für die Sicherheit hergestellt wurden, nicht in den Verkehr gebracht werden, also z.B. nicht verkauft oder auch importiert werden. Schlichtweg, diese Produkte dürfen im europäischen Wirtschaftraum nicht verbreitet werden.

Hier sollte man darauf achten, dass man keine billigen Importe kauft, bei denen diese CE Kennzeichnung gefälscht wurde. Das kann man eigentlich umgehen, indem man einen Reithelm entweder im Fachhandel kauft oder eben einen Reithelm eines Markenherstellers wie z.B. Charles Owen, Casco oder andere.

Hier noch weitere Infos zum Thema Reithelm Norm:

BSI Stellungnahme Sicherheit Reithelme

Sie haben Fragen rund um das Thema Reithelm? Unser freundliches Team von Va- Reitartikel steht Ihnen gerne zur Verfügung.

  • Stabilitätstest: Hier wird ein Test durchgeführt. Und zwar zieht dabei ein 5kg Gewicht 30 lang von vorne und hinten an dem Reithelm, der auf einen Prüfkopf geschnallt ist. Der Helm darf sich dabei nur 15mm bewegen.
  • Seitenfestigkeit: Diese muss nun einer Belastung von ca 60kg standhalten.
  • Sichtfeld: Hier geht es darum, dass der Reiter ein gewisses Sichtfeld haben muss. Es wurde hierzu eben ein Sichtfeld definiert. Am Helm direkt hat die zu Änderungen des Reithelm Schirm geführt. Dieser ist jetzt weicher, kürzer und flexibler.
  • Fallgeschwindigkeit: Diese wurde angehoben. Das bedeutet, dass der Helm bisher einem Sturz von einer Höhe von 1,50m gerecht werden musste, ab der neuen Norm sind dies nun 1,80m.