Mexikanische Trensen


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Die mexikanischen Trense

Als Reiter können Sie zwischen unterschiedlichen Reithalftern und Trensen wie unter anderem dem hannoverschen, dem schwedischen und dem mexikanischen Reithalfter wählen. Die mexikanische Trense zeichnet sich durch einen besonderen Aufbau aus, wobei man zwischen einer ?echten? und einer ?unechten? Variante unterscheidet: Eine echte mexikanische Trense besteht aus zwei Riemen, dem Sperr- und dem Nasenriemen, die sich auf dem Nasenrücken des Pferdes kreuzen und an ihren Enden jeweils mit einem Ende des anderen Riemens verbunden sind. So erfüllen beide Riemen zur Hälfte die Funktion des Sperr- sowie des Nasenriemens. Beide Riemen sollen das Pferd davon abhalten, sein Maul zu weit aufzusperren und sich somit der Reiterhand zu entziehen. Am Punkt, an dem sie sich kreuzen, liegen sie in einer Schlaufe, die sie befestigt und gleichzeitig ein Rutschen der Riemen ermöglicht, was dem Pferd eine größere Bewegungsfreiheit gewährleistet. Der Kreuzungspunkt ist zudem in der Regel stark gepolstert, um Scheuerstellen auf dem Nasenrücken des Tieres zu vermeiden. Bei einer unechten mexikanischen Trense hingegen liegen die beiden Riemen nicht diagonal übereinander, sondern werden normal verschnallt, indem der obere Riemen (Nasenriemen) unter dem Unterkiefer und der untere (Sperrriemen) in der Kinngrube geschlossen wird.

Wirkung der mexikanischen Trense

Eine mexikanische Trense ist eine besondere Art eines Pferde Zaumzeug, die anders wirkt als die meisten anderen Zaumzeuge: Durch die spezielle Art der Verschnallung wirkt die mexikanische Trense eher punktuell. Der Druck, den der Reiter beim Reiten mit der Zügelführung erzeugt, wirkt sich vor allem auf einzelne Punkte, wie die Rosette auf dem Nasenrücken, aus. Allgemein ist sie vor allem bei relativ jungen und energetischen Tieren empfehlenswert, da die Befehle des Reiters durch sie sehr deutlich werden, ohne das Pferd zu irritieren oder ihm Schmerzen zuzufügen - wobei Letzteres, wie bei jedem Pferde Zaumzeug - hauptsächlich vom Reiter und dessen Erfahrung abhängig ist.

Beim Anlegen einer mexikanischen Trense muss der Reiter darauf achten, die Rosette nicht zu weit unten auf dem Nasenrücken zu platzieren. Sollten Sie ein Modell haben, das zusätzlich mit Metallringen am Nasenriemen ausgestattet ist, müssen Sie darauf achten, diese nicht zu weit oben am Jochbein zu platzieren, da dies sonst scheuern kann. Beim Verschnallen der Riemen muss noch genug Platz sein, um dem Pferdemaul noch etwas Bewegungsfreiheit zu gewährleisten - bei den unteren Riemen sollten noch zwei bis drei Finger dazwischen passen, beim Kehlriemen etwa eine ganze Faust.
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